Hamburger Glastechnik

Sicherheitsglas

VSG - Verbundsicherheitsglas: 

Verbundsicherheitsglas ist ein Verbund aus zwei oder mehreren Floatglasscheiben, die durch eine oder mehrere Folien miteinander verbunden werden. Durch den Einsatz der Folie bricht Verbundsicherheitsglas ohne dabei in einzelne Scherben zu zerfallen. VSG kann auch für den Einbruchschutz verwendet werden, da nicht nur die Scheibe zerstört werden muss, sondern auch die Folie entfernt werden muss. Das schlichte Einschlagen einer Scheibe ist bei VSG nur erschwert möglich. Die Folie hat keine optische Auswirkung auf die Verglasung. VSG kann mit 0,38 mm Folie oder mit einer kräftigen 0,76 mm Folie bestellt werden. Verbundsicherheitsglas gibt es mit klarer und matter Folie. Gerne kann man auch mehrere Folien kombinieren und so eine große Palette von Farben kreieren. Bitte Fragen Sie uns.

Das Verbundsicherheitsglas liefern wir Ihnen als Zuschnitt oder mit polierter Kante in einer Stärke von 6mm bis 16mm  klares Glas mit doppelter Sicherheitsfolie 0,76 mm. 


 

Einscheiben-Sicherheitsglas (ESG) besteht aus einer einzigen, speziell wärmebehandelten Scheibe. 
Im Ergebnis entsteht im Kern eine Zug- und in der Oberfläche eine Druckspannung. Dadurch besitzt das Glas eine erhöhte Stoß- und Schlagfestigkeit. Diese wird mittels des Pendelschlagversuches nach der Norm DIN EN 12 600 nachgewiesen. Außerdem ist das vorgespannte Glas unempfindlich gegenüber großen Temperaturunterschieden. 
Wenn es bei hoher Belastung zerbricht, zerfällt es in kleinste Krümel ohne scharfe Kanten. Dadurch reduziert sich die Verletzungsgefahr im Vergleich zu normalem Floatglas ganz erheblich. ESG wird bereits seit vielen Jahrzehnten im Automobilbau für Seitenscheiben eingesetzt und verhindert wirksam Schnitt- und Stoßverletzungen. Den gleichen Dienst leistet es auch im Haus. Ganzglastüren, Glasduschen oder Glastrennwände bestehen konstruktiv bedingt grundsätzlich aus ESG.


TVG 


Teilvorgespanntes Glas wird im gleichen Herstellprozess wie Einscheibensicherheitsglas(ESG) hergestellt, jedoch langsamer abgekühlt, und unterscheidet sich so durch ein geringeres Maß der eingeprägten Vorspannung. TVG hat folglich eine geringereBiegefestigkeit als ESG. Das Bruchbild der Scheiben ähnelt dem des Floatglases, seine Temperaturwechselbeständigkeit beträgt rund 100°C. TVG kann nachträglich nicht bearbeitet z.B. geschnitten oder gebohrt werden. 


Die Herstellung von TVG ist aus verfahrenstechnischen Gründen nur bis zu einer Stärke von 12 mm zielsicher möglich. Die Mindestbiegefestigkeit wird mit 70 N/mm² angegeben. Das Bruchbild von TVG wird an Scheiben der Abmessungen 360 mm x 1.100 mm ermittelt. Dabei ist die zulässige Gesamtfläche der kleinen Bruchstücke und Inseln begrenzt. 


TVG wird normalerweise nur als Verbundsicherheitsglas (VSG) aus 2 x TVG eingesetzt, um bei Bruch der Scheiben ein Resttragverhalten durch eine Verzahnung der Bruchstücke zu erreichen. Große Bruchstücke können sich dabei über den Folienverbund verzahnen. Erfahrungsgemäß muss der Mittelwert derOberflächendruckspannung bei TVG für Gläser der Dicken 6 mm bis 10 mm zwischen 40 N/mm² und 55 N/mm² und für Gläser der Dicke 12 mm unter 50 N/mm² liegen, um die Anforderungen an das Bruchbild erfüllen zu können.